Die Autorisierte Stelle Digitalfunk Niedersachsen, kurz ASDN, gewährleistet als die landesweite Dienstleisterin den operativen Betrieb des Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). In Niedersachsen überwacht und administriert der 24/7-Leitstand das Digitalfunknetz.
Organisatorisch sind wir der Abteilung 4 Informations- und Kommunikationstechnologie der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD NI) zugehörig. Wir bearbeiten nicht nur die Belange des Digitalfunks für die niedersächsische Polizei, sondern auch die aller anderen BOS.
Wir gewährleisten die ausreichende Verfügbarkeit sowie den reibungslosen Betrieb des Digitalfunknetzes. Dazu führen wir im Rahmen der Funkqualitätssicherung regelmäßig Dienstgütemessungen sowie Funkstörungsermittlungen durch.
Für die Unterstützung der Koordinierung des Aufbaus, Betriebs und der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Digitalfunk BOS, welche der BDBOS obliegt, sind wir gemeinsam mit der KSDN zuständig. In diesem Zuge bilden wir die Schnittstelle zwischen den Anwendenden aller BOS und der Bundesanstalt.
Wir sind aufgegliedert in vier Dezernatsteile, welche sich jeweils um unterschiedliche Schwerpunkte in der Administration des Digitalfunk BOS kümmern. Dazu gehört die Zentrale Betriebssteuerung, der Operative Service, Endgeräte und Infrastrukturservices.
Weitere Informationen können dem Organigramm entnommen werden.
Das Projekt DFnG NI, kurz für Digitalfunk der nächsten Generation Niedersachsen, beschäftigt sich innerhalb der ASDN mit der zukünftigen Umstellung des derzeitigen TETRA Digitalfunk auf Breitband. Die BDBOS hat hierzu eine Timeline veröffentlicht, die u. a. einen parallelen Wirkbetrieb vom Digitalfunk und Breitband ab dem Jahr 2030 vorsieht. Die Umstellung auf ein eigenes, unabhängiges Breitbandnetz soll bis 2040 abgeschlossen sein.
Auf Ebene des Landes Niedersachsen ist das Projekt der direkte und kompetente Ansprechpartner in dieser Hinsicht. Es werden u. a. Informationen über unseren Newsletter an alle BOS-Nutzenden gesteuert.

Das Digitalfunk-Management-Tool (DFM) ist die zentrale Datenbank zur Verwaltung und Bestandsführung von BOS-Sicherheitskarten sowie Digitalfunk-Endgeräten.
Der Zugang zum DFM-Tool (Digitalfunk-Management) ist ausschließlich ausgewählten und autorisierten Nutzerinnen und Nutzern vorbehalten. Diese Personen übernehmen innerhalb ihrer Behörde, Organisation, ihres Landkreises oder ihrer Stadt Aufgaben im Zusammenhang mit der Verwaltung und Pflege von Digitalfunkdaten.
Autorisierte Nutzerinnen und Nutzer erhalten Zugriff auf unseren geschützten Informationsbereich. Dort stehen weiterführende Inhalte rund um das DFM-Tool zur Verfügung, darunter:
- Informationen zur Nutzung und Funktionsweise des Systems
- Hilfestellungen und Dokumentationen
- der direkte Zugang zum DFM-System
Durch diese geregelte Vergabe von Zugriffsrechten wird sichergestellt, dass die Verwaltung digitalfunkrelevanter Daten einheitlich, nachvollziehbar und sicher erfolgt.
Bei fachlichen oder technischen Fragen unterstützen die zuständigen Technisch-Taktischen Betriebsstellen (TTB) sowie der DFM-Support als Ansprechpartner zur Verfügung.
Als unverzichtbares Kommunikationsmittel für Einsatzkräfte aller BOS, kommt der Informationssicherheit des Digitalfunk BOS eine besondere Bedeutung zu. Über den Digitalfunk BOS werden täglich sensible und einsatzkritische Informationen übertragen. Diese Daten müssen verfügbar, korrekt und vor unbefugtem Zugriff geschützt sein – und das zu jeder Zeit. Die Informationssicherheit stellt damit drei Dinge sicher: Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit.
Um dieses hohe Maß an Sicherheit gewährleisten zu können, gibt es in Niedersachsen die Informationssicherheitsleitlinie Digitalfunk BOS Niedersachsen (ISLL). Diese orientiert sich an den Standards des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und definiert konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Informationssicherheit im Digitalfunk.
Nur gemeinsam kann ein wirksamer Schutz im Digitalfunk BOS sichergestellt werden. Daher kommt sowohl den Nutzerinnen und Nutzern als auch den Leitungen der Behörden und Organisationen in der ISLL eine besondere Bedeutung zu. Informationssicherheit beginnt bereits im Alltag: sichere Passwörter, aufmerksames Verhalten und ein bewusstes Erkennen von möglichen Risiken leisten einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Kommunikation.
Kontakt
asdn-isb@zpd.polizei.niedersachsen.de
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